Der Wert Ihrer Wohnimmobilie

Es gibt unterschiedliche Wege Immobilien zu bewerten: Das Sachwert-, das Verkehrswert-, das Ertragswertverfahren oder den amtlichen Gutachterausschuss. Alle Verfahren führen in der Regel zu unterschiedlichen Ergebnissen. Der von mir gewählte Wertansatz ist deshalb der Marktpreis, d.h. der Preis, der durch das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage entsteht und der derzeitigen Situation am Immobilienmarkt Rechnung trägt.

 

Ein Gutachter vergleicht Ihre Immobilie mit anderen Objekten (Vergleichswertverfahren), bewertet den Boden und den Herstellungswert Ihrer Immobilie (Sachwertverfahren) oder ermittelt den auf dem Boden mit der Immobilie erzielbaren Ertrag (Ertragswertverfahren).

 

Unter Zuhilfenahme eines oder mehrerer der genannten Verfahren ermittelt der Gutachter dann den sogenannten "Verkehrswert" Ihrer Immobilie, d. h. eine Art offiziellen Marktpreis. Bitte beachten Sie, dass die Erstellung eines Gutachtens in der Regel Geld kostet und der tatsächlich zu erzielende Kaufpreis nicht selten von dem offiziell ermittelten Wert abweicht.

 

Und die alte Immobilienweisheit "Lage, Lage, Lage" ist kein Mythos. Nichts bestimmt den Preis einer Immobilie stärker als ihre Lage. Der Grund ist ganz einfach. Sie können an einer Immobilie durch Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen fast alles verändern. Sie können sie sogar abreißen und das Grundstück neu bebauen, nur an der Lage und den damit verbundenen Konsequenzen (Umfeld, Bevölkerungsstruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Straßen- oder Fluglärm, etc.) können Sie nichts ändern. Deshalb ist es oft so, dass in guten Lagen das Grundstück, auf dem eine Immobilie steht, bedeutender ist, als die Immobilie selbst. In weniger gefragten Lagen wird der Preis stärker durch die Immobilie selbst bestimmt.

 

Fazit: Der Wert eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist also der Preis, den Ihnen ein oder mehrere Käufer zum Zeitpunkt der Vermarktung höchstens bereit sind zu bezahlen. Und was ein potentieller Käufer wiederum bereit ist zu zahlen, hängt sowohl von den übergeordneten Marktfaktoren ab (z.B. Zinsen, Inflation, etc.) als auch von der konkreten Angebots- und Nachfragesituation vor Ort sowie von der Art und Qualität der Immobilie. Ob dies aber auch in Ihrer Stadt und Ihrem Bezirk bzw. konkret bei Ihrer Immobilie so ist, lässt sich nur durch einen Blick auf die Marktpreise in Ihrer Region herausfinden.

 

Mein Tipp: Selbst wenn es Ihnen gelungen ist, im Rahmen der Wertermittlung die Immobilienpreise zu vergleichen und Sie dabei sogar die Lagefaktoren sowie die charakteristischen Merkmale Ihrer Immobilie berücksichtigen konnten, geht es als nächstes daran den Angebotspreis festzulegen. Der Angebotspreis ist deshalb von großer Bedeutung, weil sich potentielle Kaufinteressenten erst gar nicht melden, wenn der Preis deutlich zu hoch angesetzt ist. Außerdem besteht dann die Gefahr, dass sich Ihre Immobilie zum "Ladenhüter" entwickelt. Dann können nach einigen Monaten häufig auch realistische Preisvorstellungen nicht mehr durchgesetzt werden, weil Sie sich als Verkäufer durch Preissenkungen und die lange Angebotszeit selbst in eine schlechte Verhandlungsposition gebracht haben. Deshalb beauftragen Sie besser einen professionellen Makler/in. Am besten mich.

 

Herzlichst

Ihre Barbara Langheinrich

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